Anforderungen und Bewertung
Die Regel lautet, dass alle hunt-jumps möglichst natürlichen Sprüngen ähneln müssen. Sie sollen solide wirken, sind aber
genauso abwerfbar wie normale Parcourshindernisse. Ganz einfache Folgen und weit gestellte Kombinationen kommen vor,
allerdings immer auf einfachen Linien und in flüssig zu reitenden Distanzen. Es sind meist ca. 8 bis 12 Sprünge, dabei können
Mauern, Wassergräben, Wälle oder Hangsprünge etc. vorkommen, damit alles recht "jagdlich" wirkt.
Im UK werden die Klassen meist mit Fremdreitertest durch einen Richter abgeführt, dabei springt man einen Parcours von etwa
80 bis 115 cm und stellt dann das Pferd in einer einfachen Rittigkeitsprüfung vor. Auch das Exterieur und die Grundgangarten
werden genau unter die Lupe genommen. Abzugspunkte erhält man für Exterieur- und Rittigkeitsmängel sowie für Springfehler,
wobei die dritte Verweigerung immer zum Ausschluss führt.
Einer der beiden Richter (es kann fallsweise auch nur einer insgesamt sein) schwingt sich dann auf jeden einzelnen der
Hoffnungsträger und testet selbst dessen Rittigkeit und Bequemlichkeit. In Ponyklassen findet der Fremdreitertest selten statt –
so kleine Richter sind schwer zu finden.
Hindernisbeispiele & Parcoursskizze:
Die englischen Klassen
Die britischen Working Hunter Pony-Klassen sind unterteilt, und zwar grundsätzlich in solche für Riding Ponies (Sportponys) und
Native Ponies (Berg- und Heiderassen).
Stockmaß-begrenzt:
Cradle stakes:
bis 122cm Stockmaß, Kinder unter 11 Jahre
bis 133cm, Kinder bis 14 Jahre
bis 143cm, Kinder bis 17 Jahre
bis 153cm, Reiter bis 20 Jahre
Intermediate Working Hunter:
von 148 - 158cm, Reiter bis 25 Jahre.
Stockmaß offen:
Leichtgewichts-Hunter (Pferd trägt bis zu 85kg)
Schwergewichts-Hunter (Pferd trägt über 85kg)
Geradezu genial wird ein Working Hunter-Bewerb, wenn er für Kinder, auch solche auf geführten Ponys, ausgeschrieben ist.
Dann kann selbst ein Ponyknirps über kleinste und kleine Sprünge gehen, ohne gleich der gnadenlosen Turniermaschinerie
unterworfen zu sein. Hunterbewerbe am Führzügel zählen im UK zu den absoluten Magneten und sind bei Eltern unter anderem
deshalb beliebt, weil sie aktiv einbezogen sind.