Die FN - Hunterklasse Stilspringprüfungen werden selten für mehrere Altersgruppen ausgeschrieben. Die „Sportreiter“ und „Senioren“ (d.h. über 21-Jährigen) nehmen daran nicht oft teil, weil sie entweder selten für dieses Alter ausgeschrieben sind oder die erwachsenen Reiter sich nicht mit Jugendlichen messen wollen. Springpferdeprüfungen, die eine mögliche Alternative wären, haben Nachteile: Sie sind auf das Alter der Pferde bezogen begrenzt (höchstens 6-jährig), die Qualität als Springpferd steht im Vordergrund. Hinzu kommt, dass es für die Zielgruppe "Reiteinsteiger über 21 Jahre" selten ist, unterhalb der Klasse A einzusteigen. Dabei sind gerade Spät- und Wiedereinsteiger laut FN-Marktanalyse ein großes Potential. Für diejenigen, welche guten Stil, korrekte Hilfengebung und adrette Herausbringung schätzen, gibt es seit 2005 die Hunterklasse auch in Deutschland. Sie wurde sofort ein riesiger Erfolg und hat unter großem medialem Echo vielen Reitern einen neuen Zugang zum Sport ermöglicht. Dass man sich allerdings gleichzeitig wieder eine Selbstbeschränkung auferlegt und nur erwachsene Reiter ab 21 Jahren zulässt, bleibt dem Außenstehenden unverständlich. Warum nicht, wie in England, auch Hunterklassen für Kinder am Führzügel und auf kleinen Ponys, sowie für Jugendliche und Erwachsene auf größeren Ponys?