Welches Pferd oder Pony? Working Hunter zu sein, bedeutet für ein Pony oder Pferd eine solide Grundausbildung erhalten zu haben, keine gravierenden Exterieurmängel aufzuweisen und sich in perfektem Lack präsentieren zu können – alles Dinge, die man sich von einem vielseitig verwendbaren Gebrauchspferd wünscht. Selbst mit einem hübschen, aber nicht unbedingt sprunggewaltigen Durchschnittspferd kann gepunktet werden! Harmonie in Exterieur und Bewegung, solide Rittigkeit und ein sympathisches, nervenstarkes Auftreten stehen allemal über genialer Sportlichkeit. Hiermit könnten die Zuchtverbände ein großes Potential an Käufern erschließen, die ihnen einige jener Durchschnittspferden abnehmen könnten, die für den großen Sport nicht in Frage kommen Ideal für Ponys Großen Anklang fand die typisch britische Prüfung bei den deutschen Welsh-Fans, die seit 2007 über eigene derartige Bewerbe verfügen. Vorbild der Welsh-Hunterprüfung war sowohl die britische „Working Hunter Class“ als auch die von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung 2005 eingeführte FN-Hunterklasse. Beide kommen in ihren Ansprüchen an nettes Ambiente, gute Ausbildung von Reiter und Pferd sowie ein gepflegtes Auftreten den Freunden britischen horsemanships entgegen. Da Welsh Ponys und Cobs jedoch Familienpferde sind, ist die Welsh-Hunterprüfung für Reiter aller Alterklassen offen, auch für Jugendliche – in der FN-Hunterklasse dürfen seltsamerweise nur Reiter ab 21 Jahren starten. Sonja Kaiser (Sportbeauftragte IG Welsh): „Die IG Welsh hat die Hunterklasse eingeführt, weil sich unsere Mitglieder mit den herkömmlichen Turnierbewerben immer weniger identifizierten. Die typisch britischen Hunterklassen werden sehr gut angenommen und wir haben Starterfelder von bis zu ca. 30 oder 40 Reitern. Vor allem die niedrigeren Bewerbe sind so populär geworden, dass wir bei IG-Schauen gar keine „normalen Springen“ mehr anbieten.“ Das Beispiel der Welshfreunde könnte durchaus auch für alle anderen Ponyrassen Schule machen.